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Markus Pekoll hört auf

Markus Pekoll hört auf

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Foto (c) Friedrich Simon Kugi

 

Österreichs Downhill-Aushängeschild beendet seine Karriere. Markus Pekoll bestreitet am kommenden Wochenende seinen letzten Weltcup in Val di Sole. Die Downhill-Weltmeisterschaften in Cairns, Australien sind dann der internationale Schlusspunkt.

Ein Jahrzehnt Weltcup

2017 ist die zehnte volle Weltcup-Saison für den gebürtigen Schladminger, der unweit der legendären Downhill-Strecke auf der Planai aufgewachsen ist. Knapp 15 Jahre widmete er sich dem Downhill-Rennsport, jetzt ist es genug. „Es passt einfach für mich. Ich wollte nie aufhören, wenn ich unter ferner liefen mitfahre. Mein Team ist das beste der Welt, mein Material ist top, ich bin Staatsmeister und voll fit. Ich hab das Gefühl, dass ich mein persönliches Maximum erreicht habe. Für mich ist jetzt ein guter Zeitpunkt. Wenn‘s am schönsten ist, soll man aufhören.“ Dass Markus im Winter Vater wird, hat ihm die Entscheidung sicherlich vereinfacht.

WorldCup
10 Jahre Racing auf höchstem Level. Foto (c) Nathan Hughes

Leogang-Worldcup-WarmUp

Immer freundlich und gut drauf. Foto (c) Nathan Hughes

Bester deutschsprachiger Downhiller

Markus Pekolls Karriere ist im deutschsprachigen Raum – gemeinsam mit jener von Marcus Klausmann – einzigartig, seine Konstanz eindrucksvoll. Seit seinem ersten Weltcup 2004 in Schladming bestritt er 72 davon. Lediglich zwei versäumte er und nur zweimal kam er nicht ins Ziel. Für MS Racing – eines der besten Teams der Welt – fährt er seit 2011. „Das ist wie eine Familie für mich geworden“, so Markus zu seiner Dienststelle der letzten sieben Jahre.

Fünf mal knackte er die Top 10 knackte – seine beste Weltcup-Platzierung sind zwei achte Plätze – und von 2011-2016 war er bei Weltmeisterschaften nie schlechter als 19. Er krönte ich sechsmal zum Staatsmeister, einmal zum Europameister, holte sich die Europacup-Gesamtwertung und war von 2011-2015 bester deutschsprachiger Downhiller im UCI-Ranking.

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2007 holte sich Markus seinen ersten rot-weiß-roten Ärmel.

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Seit 2011 ist er durchgehend für MS Racing unterwegs.

Zukunft

Wie es für den MS Mondraker-Fahrer weitergeht, steht noch in den Sternen. „Ich schau‘ mir jetzt mal in Ruhe die Optionen an, bin aber gespannt, was so auf mich zukommt.“ Der Weltcup kommendes Wochenende in Val di Sole wird sein letzter sein, danach vertritt er Österreich noch ein letztes Mal bei den Weltmeisterschaften in Cairns, Australien. Fix ist, dass Markus Mitte September beim iXS European Downhill Cup in Leogang seinen Downhill-Abschluss geben wird. Ende September kann man ihn bei der Enduro ÖM am Schöckl bei Graz noch einmal in Rennaction erleben. Mit einer zweiten Karriere in der Disziplin wird‘s laut Markus aber nichts: „Alles nur zum Spaß“, winkt er ab.